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Ausbildung von zukünftigen Lehrkräften

1. Ausbildung von zukünftigen Lehrkräften


Die Ausbildung des ‚Nachwuchses‘…

Das Otto-Hahn-Gymnasium in Herne bildet seit Jahren ReferendarInnen des Studienseminars
Bochum aus. Insbesondere in den letzten Jahren hat unsere Schule einen enormen Zulauf an Lehramts-anwärterInnen und PraktikantInnen erfahren. Dies verpflichtet uns mehr denn je, den schulischen Ausbil-dungskontext zu schärfen. Das ist zudem durch die letzten beiden Reformen der Vorbereitungsverordnungen für die LehrerInnenausbildung dringlicher geworden, da die Ausbildung an den Stammschulen ein deutlich größeres Gewicht bezüglich des Inhalts und der Leistungsbewertung erhalten hat.


Die Aufgaben und Zuständigkeiten an den Schulen sind somit gewachsen. Die ReferendarInnen sollen praxisnäher und fortlaufend begleitet ausgebildet werden. Das an der Universität gewonnene theoretische fachwissenschaftliche und fachdidaktische Wissen soll an den Schulen in unterrichtspraktisches Handeln umgesetzt werden. Dabei gilt es, den LAA einerseits das nötige Handwerkszeug für den Unterrichtsalltag und einen Einblick in schulische Abläufe auf den unterschiedlichsten Ebenen und andererseits die Kompe-tenz zur beständigen Reflexion der Praxis zu vermitteln. Hierzu ist das Wissen und der Erfahrungsspiel-raum der ‚gestandenen‘ KollegInnen notwendig und hilfreich.


Die Ausbildung der ReferendarInnen stellt aber keine Einbahnstraße dar, da alle Beteiligten voneinander profitieren können. Durch die verschiedensten pädagogischen Innovationen von Seiten der Lehramtsan-wärterInnen (LAA) kann auch Schulentwicklung vorangetrieben und Stillstand vermieden werden, da wir durch die Arbeit mit den ReferendarInnen immer wieder angehalten werden mit- und gegebenenfalls um-zudenken. Bereits bestehende Professionalität und entdeckende Kreativität können hier zusammenwirken.


Dieser Anspruch verlangt viel Offenheit, Toleranz und Einsatzbereitschaft sowohl von den KollegInnen als auch von den LAA. Das OHG bemüht sich intensiv darum, die Rahmenbedingungen für diese nicht immer einfachen Situationen bestmöglich zu gestalten. So werden die ReferendarInnen zum Beispiel zu Beginn ihres selbstständigen Unterrichts im Tandemverfahren von KollegInnen unterstützt, bis sie schließlich voll-kommen eigenständig Unterricht planen, durchführen und reflektieren.


Eine zentrale Rolle spielen zudem die Ausbildungsbeauftragen unserer Schule, die eine Art Bindeglied zwischen Schule und Seminar darstellen und in inhaltlichen Fragen und Ausrichtungen mit dem Zentrum für die schulpraktische Lehrerausbildung zusammenarbeiten. Die Aufgaben dieser Koordinatoren sind vielfältig. So geben sie den ReferendarInnen anfangs eine erste organisatorische und personelle Orientierung und planen in ihrem Sinne und unter Absprache mit den betroffenen KollegInnen Stundenpläne für die ers-ten Unterrichtswochen. Zudem finden allwöchentlich Sitzungen der entsprechenden Ausbildungsgruppen mit ihrem zuständigen Ausbildungsbeauftragten bzw. der Ausbildungsbeauftragten zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, die unten stehend genauer erläutert werden, statt. Nicht zuletzt sind sie selbst als Ausbildungslehrer bzw. -lehrerin aktiv und nehmen an den Eingangs- und Perspektivgesprächen der LAA an unserer Schule teil.


Das Begleitprogramm

Das vorliegende Begleitprogramm stellt einen vorläufigen Versuch dar, einige mögliche Inhalte für die Arbeit in den an unserer Schule nach Ausbildungshalbjahren eingeteilten Ausbildungsgruppen zusammenzu-stellen. Perspektivisch ist geplant, die aufgeführten Inhalte konkreter vorzubereiten, diese Ausarbeitungen zu sammeln und einheitlich zu verschriftlichen. Die zu erstellende Materialsammlung ist als eine Art „Steinbruch“ zu verstehen, an dem sukzessive weiter gearbeitet wird. Es ist wichtig, dass die Ausbildung an der Schule flexibel und immer an den Wünschen und Bedürfnissen der Referendare ausgerichtet bleibt. Das Begleitprogramm orientiert sich an der vom Studienseminar herausgegebenen Handreichung (STUDIENSEMINAR FÜR LEHRÄMTER AN SCHULEN BOCHUM: Handreichung für Ausbildungsschulen zur Erstellung eines Begleitpro-gramms. Bochum 2008.) und den Vorgaben der neuen Ordnung des Vorbereitungsdienstes und der Staatsprüfung (OVP) von 2011. Die in der Vergangenheit an uns herangetragenen Wünsche der ReferendarInnen sowie gewonnenen Erfahrun-gen – auch aus anderen Schulen - sind ebenfalls in das vorliegende Begleitprogramm eingeflossen.


Die Abfolge der Module ist durchaus auch als grobe chronologische Folge der festgehaltenen Themen-komplexe zu verstehen und ergibt sich weitgehend aus dem praktischen Anwendungsbezug für die LAA. Sie ist aber je nach Schulgruppe veränderbar. Teilaspekte einzelner Module können unter Umständen auch schon früher und in einem anderen Kontext in die Sitzungen integriert werden. Gegebenenfalls sind zudem schulgruppenübergreifende Sitzungen mit allen ReferendarInnen sinnvoll und sollten geplant werden.


Das vorliegende Konzept wird inhaltlich und terminologisch fortlaufend an die sich gegebenenfalls verän-dernden Ausbildungsanforderungen angepasst.
Inhaltlich können die einzelnen Module den für die LehrerInnenausbildung grundlegenden sechs Hand-lungsfeldern und den daran anknüpfenden 11 Kompetenzen zugeordnet werden:


Handlungsfeld 1 – Unterricht gestalten und Lernprozesse nachhaltig anlegen

Handlungsfeld 2 – Erziehungsauftrag in Schule und Unterricht wahrnehmen

Handlungsfeld 3 – Leistungen herausfordern, erfassen, rückmelden, dokumentieren und beurteilen

Handlungsfeld 4 – SchülerInnen und Eltern beraten

Handlungsfeld 5 – Vielfalt als Herausforderung annehmen und Chancen nutzen

Handlungsfeld 6 – Mit allen Beteiligten entwicklungsorientiert zusammen arbeiten


Im Folgenden werden die einzelnen Module vorgestellt und eine Zuordnung der Handlungsfelder zu den aufgeführten Modulen vorgenommen.


Modul 1: Einführung: Handlungsfeld 6

Erste personelle und organisatorische Orientierung (u.a. Infopapier „OHG für Newcomer“)

  • Gebäude und Fachräume
  • Schlüssel
  • Schulordnung
  • Sicherheit in der Schule
  • Verhalten bei Unfällen
  • Krankmeldung
  • Stundenpläne und Vertretungsplan
  • Ausleihen von Medien, Nutzung des Whiteboard-Raums
  • Terminplan (Hospitationsplan)
  • Kriterien systematischer Unterrichtsbeobachtung (Beobachtungsbogen)
  • Vorstellung (Kollegium, Verwaltung, Hausmeister)
  • Lehrersein – Was heißt das?

Modul 2: Organisatorischer Aufbau: Handlungsfelder 1, 3, 4, 6

  • Organisation der Sek. I und Stundentafel (u.a. Sitzung mit Herrn Hellwig oder Frau Mooshage als Mittelstufenkoordinatoren)
  • Erprobungsstufe (u.a. Sitzung mit Herrn Maiwald als Unterstufenkoordinator)
  • Förderkonzept am OHG (u.a. Sitzung mit Frau Mooshage als Koordinatorin des Förderkonzepts)
  • Hausaufgabenbetreuung am OHG (Sitzung mit Frau Litschel, Leiterin der Übermittagsbetreuung)
  • Vertretungsunterricht (ggf. Sitzung mit Herrn Schenke als Stundenplaner)

Modul 3: Unterricht: Handlungsfeld 1

  • Unterrichtsphasierung
  • Methoden
  • Medien
  • Problemsituationen
  • Unterrichtsstörungen
  • Hausaufgabenkonzept (auch rechtliche Vorgaben)
  • Zeitmanagement

Modul 4: Leistungsbewertung und Versetzung Handlungsfeld 3

  • SoMi-Noten (sonstige Mitarbeit)
  • Erprobungsstufenkonferenzen und Versetzungsordnung
  • Zeugniskonferenzen
  • Lernstandserhebungen
  • Facharbeiten
  • Abschlussprüfungen, z.B. Zentralabitur
  • Zusatzqualifikationen, z.B. Certilingua

Modul 5: Beratung und Erziehung: Handlungsfelder 2, 3, 5

  • Elternsprechtage
  • Beratungsgespräche
  • „Blaue“ Briefe
  • Unterrichtsstörungen, Disziplinprobleme
  • Klassenbücher, Kursmappen
  • Krankmeldungen von SchülerInnen/Entschuldigungssystem
  • Regelung beim Zuspätkommen

Modul 6: Klassenleitung Handlungsfelder 2, 3, 4, 5, 6

  • Typische Aufgaben und Listen
  • „Teambuilding“-Maßnahmen
  • Spotlight-Veranstaltungen (Sitzung mit Teammitgliedern)
  • Elternstammtisch

Modul 7: Außerunterrichtliche Veranstaltung: Handlungsfelder 2, 6

  • AGs
  • Unterrichtsgänge und Wandertage
  • Klassenfahrten
  • Projekttage, z.B. Suchtprävention
  • Bundesjugendspiele Tag der Offenen Tür
  • Sponsorenlauf
  • Europatag
  • Lehrerausflüge
  • Aufsicht

Modul 8: Schulprogramm und Schulprogrammarbeit: Handlungsfelder 2, 3, 6

  • Streitschlichtung
  • Lernen lernen Klassen 5
  • Methodencurriculum Sek. I und II
  • Förderkonzept
  • Medienkonzept
  • Unterrichtliche und außerunterrichtliche Evaluation

Modul 9: Berufsvorbereitung und Berufspraktikum: Handlungsfelder 4, 6

  • Programme der Berufswahlorientierung (u.a. Berufswahlsiegel der Schule)
  • Praktika Zusammenarbeit mit den angrenzenden Universitäten
  • Zusammenarbeit/Austausch mit Unternehmen aus der Umgebung
  • Assessment center
  • u.a. Sitzung mit Frau Severin als Koordinatorin der Berufsorientierung

Modul 10: Rechtliche Grundlagen: Handlungsfelder 4, 6

  • Aufsichtspflicht und Pausenaufsicht
  • Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen
  • Dienstaufsicht und Dienstweg
  • Beamtenrecht

Modul 11: Gremien der Schulmitwirkung: Handlungsfelder 3, 4

  • Lehrerkonferenz
  • Schulkonferenz
  • Sitzung der SV
  • Vertrauenslehrer
  • Klassen- und Schulpflegschaft
  • Arbeit des Lehrerrats und des Personalrats
  • Förderverein

Modul 12: Beratung der LAA: Handlungsfeld 6

  • Ablauf Referendariat
    • Wann passiert was?
    • Planungs- und Entwicklungsgespräch (PEG)
    • Anmeldung zur Prüfung
    • Prüfung
      • Staatsarbeit (letzter Durchgang)
      • Unterrichtsbesuche / Hospitationen
      • Kolloquium
      • Gutachten
    • Bewerbungsgespräche

Ausblick

Wie bereits oben angemerkt, unterliegt die LehrerInnenausbildung einem stetigen Wandel und bedarf somit auch einer Kriterien geleiteten Evaluation, um fortlaufend modifiziert und verbessert werden zu können.
Eine der zukünftigen Aufgaben wird darin bestehen, einen entsprechenden Kriterienkatalog für eine solche Bewertung zu entwickeln.
Zudem, und dieser Aspekt knüpft an die genannte Evaluation an, ist es am Ende des im Mai 2012 gestarteten Ausbildungsjahrgangs von besonderer Dringlichkeit, die Erfahrungen mit der neuen OVP auszuwerten und das Ausbildungskonzept darauf eventuell neu anzupassen.

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